Argumente - Warum habe ich mich dafür entschieden mich als Stadtrat zu engagieren

Argumente und ein Erklärungsversuch

Ja – ich habe es getan, mich auf die Liste als Stadtrat setzen zu lassen; dass auch noch auf der Liste der CDU. Warum? Ich bin doch gar kein Mitglied dieser Partei. Der Grund dafür ist leicht zu finden. Es hätte auch die Möglichkeit gegeben dies über die FDP zu tun, doch deren Liste war bereits „geschlossen“ bzw. geht man hier einen anderen Weg, was die Anzahl der nominierten Bürger für das Mandat eines Stadtrates anbelangt. Letztendlich wurde ich von Sören Rost angesprochen, was ich davon hielte, mich mit auf die Liste von der CDU zu setzen. In einem Gespräch wurde mir klar, dass es letztendlich nicht um „Partei“ geht; klar geht es um Stimmen der Wähler für eine Partei und damit möglichst viele Stimmen, doch mein Ansatz ist ein anderer. Ich bin auch nicht mit allen Dingen, was die CDU macht, immer einverstanden. Ich werde, wenn es um Dinge für die Stadt geht, sicher kein einfacher Partner für die Fraktion der CDU sein, eher vielleicht auch manchmal ein Unbequemer. Ich habe eine eigene Meinung und hinterfrage die Dinge, um die es gehen soll. Für die CDU war das kein Ausschlusspunkt, deswegen bin ich dabei! Durch das Abwägen und Finden von vernünftigen Mehrheiten ist es vielleicht eine Möglichkeit, Einfluss auf die Entwicklung von Apolda zu nehmen. Dafür stehe ich gerne zur Verfügung.

Apolda - das ist (nun) meine Stadt, ich liebe diese Stadt. Ich stamme nicht von hier; komme aus Altenburg. Ich möchte etwas für diese Stadt tun und nicht das Feld den Dummschwätzern, Blockwarten und Paragrafenreitern überlassen. Die Zeiten haben sich in unserem Land seit 2015 irgendwie verändert. Das hat natürlich auch Auswirkungen auf unsere Stadt. Der Ton und die Art und Weise, wie wir miteinander umgehen ist rauer geworden. Leuten die sich engagieren wird oft pauschal vorgeworfen, etwas oder einfach alles falsch zu machen; es wird oft nur gemeckert. Ich möchte mich gerade aus diesem Grund positionieren und bin mir dessen bewusst, dass man es allen nicht recht machen kann.

Apolda hat in der Vergangenheit einen so positiven Weg eingeschlagen und man kann sich hier sehr wohl fühlen. Als ich in den Zeiten der „Wende“ meine Frau kennengelernt habe war Apolda eine kleine graue Maus; eigentlich eine Stadt, in die man sich nicht wirklich sehnt. Unsere Kinder sind hier geboren und 1994 spürte ich das erste Mal richtig, dass ich mit dieser Stadt verwurzelt bin, als damals ein Unwetter die Herressener Promenade traf. Viel Zeit ist seitdem vergangen und Apolda hat sich wahrlich gemausert. Durch meine Kinder war ich an der Grundschule „Am Schötener Grund“ und dann später auch am Gymnasium Elternsprecher und Schulsprecher. Am Schötener Grund initiierte ich damals die Gründung eines Fördervereines. Ab dem Jahr 2005 engagierte ich mich sportlich beim HSV und wurde dort auch im Vorstand des Vereines tätig. Die Landesgartenschau 2017 in Apolda habe ich als Helfer tatkräftig mit unterstützt. Gemeinsam mit O. Conradi und O. Müller habe ich den Initiativkreis Pro Weimarer Land als Bürgerinitiative gegründet, als es darum ging Apolda als unsere Kreisstadt zu erhalten sowie auch unser Weimarer Land.

 

Durch mein Hobby Fotografie habe ich stets einen anderen Blick auf die Dinge. Dabei gilt für mich der Satz: Nicht die Dinge, die man sieht, sind wichtig, sondern wichtig ist die richtige Sicht der Dinge (Annette Andersen 1953). Das trifft nicht nur auf die Fotografie zu, vielmehr auch auf unser tägliches Leben. Dabei wird es uns immer schwerer gemacht Dinge richtig zu sehen und zu verstehen. Jeder ist heute durch unsere Medienwelt „Sender“ von Botschaften geworden. Unsere sozialen Netzwerke haben uns verändert. Viele teilen Botschaften, ohne zu prüfen, ob das stimmt, was man irgendwo aufgeschnappt hat. Es schlägt uns viel „Hass“ aus den sozialen Netzwerken entgegen. Viele Kommentare von Politikern (egal welcher Partei) auf Beiträge gehen oft unter die Gürtellinie und entbehren oftmals jeden Geschmackes. Nur weil man der Meinung ist, dass die da „Oben“ sowieso die Lage nicht mehr im Griff haben, werden Meinungen laut, die man schon längst in der Mottenkiste verstaubt glaubte. Leider gehen unsere Politiker oftmals auch nicht den richtigen Weg, glaube ich, geben durchaus schlechte Vorbilder ab; sagt der eine etwas, muss man ja erstmal dagegen sein. Es entsteht der Eindruck, es geht schon längst nicht mehr darum, wer hat die beste Idee, wie man ein Problem lösen könnte, sondern einfach nur dagegen sein. Mir ist das zu einfach! Darum war es auch einfach sich nicht für die AfD zu entscheiden, denn die bieten auch keine Lösungen. Die Linke ist auch keine Alternative, denn sie birgt für mich in sich die Ursachen u.a. für das Erstarken der AfD. Ich schätze in Persona von der SPD für Apolda M.O. Strobel und für die Grünen M.Reschke, ich bin froh beide persönlich zu kennen und auch stolz darauf, dass sie sich so für die Stadt und darüber hinaus engagieren. Es braucht auch diese Unterschiede in einer Stadt, wo es am Ende darum geht, gemeinsame Lösungen zu finden. Es sollte uns um die beste Lösung und auch um die besten Ideen gehen, wie wir Apolda weiter entwickeln können. 

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Kommentare: 1
  • #1

    Friedhelm Gast (Mittwoch, 27 März 2019 20:44)

    tolles Statement , kann ich nur unterstützen